Der Wohnungsbau in Bremen stagniert aktuell – vor allem wegen hoher Baukosten und gestiegener Zinsen. Ein Pilotprojekt soll nun vereinfachte und kostengünstige Rahmenbedingungen schaffen, um neuen Wohnraum zu ermöglichen.
Ziel ist die ganzheitliche Entwicklung eines Wohnquartiers auf Grundlage von neuen Planungsansätzen, die kosteneffizientes und zukunftsfähiges Bauen in Bremen sicherstellen sollen. Zur Umsetzung des Ziels ist die Stadt Bremen, unter Beteiligung der BREBAU, an 4 renommierte Bremer Immobilienunternehmen herangetreten. Als Zusammenschluss in einer Projektgesellschaft soll das Pilotprojekt „Wohnpark Oberneuland – einfach machen!“ gemeinsam von BREBAU, CS Bauprojekt, Müller & Bremerman, M Projekt und PROCON realisiert werden.
Im Mittelpunkt des Projekts steht neben der Entwicklung von rund 15 Hektar Fläche, damit des aktuell größten Bremer Wohnungsbauprojektes, in Bremen Oberneuland die grundsätzliche Überprüfung gängiger Planungs- und Bauregeln, damit Wohnungsneubau und Eigentumsbildung – besonders für junge Familien – weiterhin möglich bleiben. Die Quartiersentwicklung legt einen besonderen Fokus auf das „einfache Bauen“ sowie auf ein breites Angebot an Wohnformen. Insbesondere die umliegenden Grünflächen mit dem Achterdiekpark, den Fleeten und den benachbarten Grün- und Sportanlagen rund um den Achterdieksee machen das Wohnen hier besonders attraktiv.
In einem städtebaulichen Wettbewerb mit drei geladenen Planungsbüros wurde vom Auswahlgremium im Sommer 2025 die Arbeit des vielfach ausgezeichneten Bremer Architekturbüro Hilmes & Lamprecht, in Zusammenarbeit mit Rabe Landschaften aus Hamburg, zur Grundlage der weiteren Bearbeitung empfohlen.
Die Arbeit überzeugte durch eine flexible städtebauliche Struktur mit einem zentralen Fleet, das sich zu einer größeren Wasserfläche erweitert und von einer großzügigen Grünfläche umgeben ist, die auch Retentionsfunktionen übernimmt. Im Zentrum des Gebiets befindet sich ein attraktiver Quartiersplatz. Besonders hervorgehoben wurde der gelungene Mix unterschiedlicher Wohnformen – von ca. 400 Wohneinheiten im gefördertem und freifinanziertem Wohnen in Mehrfamilienhäusern bis hin zu ca. 250 Reihen- und Kettenhäusern in unterschiedlichen Gebäudetypologien.
Gemeinsam angestrebtes Ziel ist eine Beschlussfassung des Bebauungsplans und Beginn der Erschließungsarbeiten in 2027.
Bild: Städtebauliches Konzept, Siegerentwurf von Hilmes Lamprecht Architekten BDA, überarbeiteter Lageplan
Der Wohnungsbau in Bremen stagniert aktuell – vor allem wegen hoher Baukosten und gestiegener Zinsen. Ein Pilotprojekt soll nun vereinfachte und kostengünstige Rahmenbedingungen schaffen, um neuen Wohnraum zu ermöglichen.
- Lage Bremen-Oberneuland
- Grundstück 15 Hektar
- Nutzfläche
- Baubeginn
- Fertigstellung
- Art 400 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern, ca. 250 Reihen- und Kettenhäuser
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AnsprechpartnerOlaf Mosel